We be dancing!
Sie haben ein Rennpferd
in den Streichelzoo gesetzt.

Tedda & Etu treffen sich an einem ganz normalen Herbsttag im Jahr 2021. Sie haben Studienabschlüsse, Auslandserfahrung, ein paar Schrammen von der Skatebahn des Leben, all das. Doch vor allem haben sie offene Augen, warme Herzen und einen Mut, der sie selbst verwundert. Und jetzt haben sie darüber hinaus sogar noch viel mehr:

Sie haben einander.
Zwei Köpfe für eine Idee.

Was sie treibt? Eine Note, einen Pinselstrich, eine Kamerafahrt und ein Wort zum besseren Ende für alle beitragen zu können. Denn mehr Hoffnung geht immer.

Sie sind keine Träumer, sie sind idealistische Realisten. Sie sehen die Liebe in der Welt und wollen sie nicht einfach herschenken. Nicht für zweifelhafte Sicherheit, nicht für die große Gleichmacherei, nicht mal für einen riesigen LCD-Fernseher. Sie meinen es ernst. Für Liebe, für eine Gerechtigkeit, die sich den Namen verdient, für Menschlichkeit sogar in den sozialen Medien und… für mehr Pommes Fritz! (😋)

Sie haben sich also viel vorgenommen. Mal schauen, wie sie’s anstellen…

ETU RAPOSO

„Lachen, weinen, tanzen, bangen, staunen, kribbeln, schreien, grooven, beten – zu all dem und mehr bringt mich dieses Lied“
(Kommentar zum Song „Rennpferd“).

Etu Raposo ist ein Komponist, Multi-Instrumentalist und Musikproduzent aus Deutschland. Um sich seine erste E-Gitarre leisten zu können, musste er allerdings erstmal 7 Meter weit durch die Luft fliegen und hart auf Asphalt landen. Der Auto-Unfall war schmerzhaft, aber das Schmerzensgeld finanzierte die ersten musikalischen Schritte.

Raposo wählt auch danach konsequent den langen, harten Weg. Er macht mehrere Uni-Abschlüsse und währenddessen – spielt er, übt er, quält er sich durch Skalen und Jazztheorie. Auch an Feiertagen. Vielleicht auch deshalb hat es stolze 33 Jahre gedauert, bis er versteht, dass er tatsächlich nicht nur Gitarrist ist — sondern vor allem Komponist. Er ist Bassist, er ist Pianist, er ist Sänger. Er ist ein Komponist, der alles selbst erschaffen kann – vom Texten, Songwriting und Produzieren über das Marketing bis hin zur schnöden Buchhaltung.

In Raposos Leben gibt es keine Shortcuts durch „Who-knows-who“, sein Treibstoff sind allein Liebe und unbändiger Wille. Die brachten ihm zusammen mit seiner Jugendband den Publikumspreis des „Local Heroes Bandcontest“ und einen Auftritt bei Rock am Ring ein. Sein aktuelles Publikum hat sich Raposo allerdings vor allem dem YouTube-Algorithmus abgerungen – Follower für Follower, über Monate hinweg, mit maximal viel Liebe in jeder Veröffentlichung und Wertschätzung in jedem Kommentar. Ein zäher Abnutzungkampf, aber die Community wiegt es mit Liebe auf.

Und wie diese Community die ersten veröffentlichten Songs gefeiert hat! Sie schreiben davon, „in Gänsehaut mariniert zu sein“ und endlich wieder Kunst gefunden zu haben, für die es sich lohnt „wirklich hinzuhören.“ Die Singles „Rennpferd“ (2026) und „Anza Kucheza“ (2026) sind die ersten, bereits jetzt tief geliebten Hörproben seines Debütalbums „Mammas Pappas Artists Universes“ (Frühjahr 2027).

Was uns darin nicht erwartet? Genregrenzen und ausgelutschte Songstrukturen! Denn die überspringt Raposo wie Vorstadthecken, um nonchalant in einem Fluss vollendeter Ideen, Groove und Sinnlichkeit zu landen; und auf diesem reisen wir mit ihm, stromabwärts mit den Ohren von der ersten Note bis zur letzten. Denn während Landauf Landab die Aufmerksamkeitsspanne sinkt, öffnen seine Songs eine ungeahnte Hintertür im Raum-Zeit-Kontinuum. Und 7 Minuten fühlen sich plötzlich an wie 3. Die Gattung seiner Musik nennt er deshalb treffend „Voyage“.

Warum all dieses Streben ohne Aussicht auf Erfolg?
This is The Artist’s Job.

TEDDA EFARÍE

Ein Blick aus dem Fenster: Rinde mit zart applaudierendem Blätterdach, glänzende Spiegel aus Wasserglas.

Schienen rattern bedächtig, unaufgeregt, während die Rocky Mountains vorbeiziehen.

Ich bin Anfang 20 und fahre mit dem Zug quer durch Kanada, Ost nach West. Es geht weiter, immer weiter. So war es mein ganzes Leben, so ist es auch in diesen Wochen. Ich bin immer auf dem Weg zur Stille in mir, auf dem Weg zum rätselhaften Kern der Dinge, der mir noch ein paar Jahre verborgen bleiben soll. Eines war aber schon immer da: Die Liebe zum Leben, die Liebe zum Leben in Bildern. Ohne diese Liebe, das habe ich früh gelernt, gibt es nichts.

Denn was ist das schon: Kunststudium, Studium der Fotografie, Medienproduktion, 3 Jobs gleichzeitig für ein Existenzminimum. Ich machte mir keine Illusionen: Die Brotlosigkeit meines Lebens machte genauso wenig Spaß, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Aber ich blieb bei mir, ich blieb ruhig, ich blieb beim Fokus auf das Wesentliche. Film, Fotografie, Worte, und alles mit Liebe.

Seit ich Etu gefunden habe, kann ich sagen: Es war schon immer gut so. Und was noch nicht gut war, wird es werden. An einem wundersamen Ort mit Spiegeln aus Wasser — dort werde ich eines Tages sein. Um mich herum wird es ruhig sein.

So wie in mir.

Der richtige Augenblick?
Ist immer da.

Allem Anfang wohnt ein Moment inne.

Eine kurze Entscheidung. Ein Lächeln. Ein Geistesblitz, per Eilpost im ganzen System zugestellt. Ein besiegter Zweifel. Die Luft ist klar, die Uhr öffnet sich.

Und was wir bisher „Zeit“ nannten, ist aufgehoben. Das ist der Augenblick der Wahrhaftigkeit.

Es gibt ihn nicht nur einmal und dann nie wieder. Es gibt ihn immerzu. Die alten Griechen gaben dem Kind deshalb den Namen „Kairos“: der günstige Moment, den man ergreifen kann, wenn man nicht wartet, bis er vorbeigerauscht ist.

Wir finden, es ist die vielleicht wichtigste Aufgabe der Kunst, diesen Moment zu ergreifen, um das eigene Sein ins Licht zu holen. Seine Fasern spürbar und greifbar zu machen, wie den liebsten Wollpullover im Herbst.

Es ist unsere Aufgabe, wahrhaftig zu leben. Kein ausgetauschtes Leben zu führen, kein anderes Leben zu führen. Wenn wir ernst nehmen, welche Chance unsere Existenz uns gibt, im Hier und Jetzt, wird ungeheure Kraft frei. Die Antworten purzeln dann wie Bäume. Antworten auf Fragen, die es nicht mehr braucht.

Das ist unser Anspruch an unser Leben. Wir nutzen unseren günstigen Moment so gut wir es nur können. Wir möchten träumen, wachrütteln und inspirieren, wir möchten die Schönheit zeigen, die allem Leben innewohnt und das all dieses Leben auf Mutter Erde verbunden ist.

Warum?

This is The Artist’s Job.